Die Erde lebt. Sie besitzt viele Bewußtseinschichten. Eine dieser Bewußtseinschichten ist der Mensch. Er stellt die empfindlichste, entwicklungsbedürftige und komplizierteste Form dar. Damit der Mensch seine globale Eingebundenheit in den Gesamtkörper der Erde ganzheitlich begreift, gibt es neben all den Forschungszweigen und Wissenschaften die Schamanen bzw. den Schamanismus. Sie stimmen, durch ihre Fähigkeit an den anderen unsichtbaren Schichten und Wirklichkeiten teilnehmen zu können, das Verhältnis zwischen dem Weltbewußtsein und der individuellen Entwicklung immer wieder neu ab. Dazu benötigen sie Denk- und Vorstellungsmodelle die dem Menschen helfen, die Erde in Unschuld und Vertrauen anzunehmen und seine evolutionäre Bestimmung zu erfüllen.
Die Lehren wandelten sich im Laufe der menschlichen und planetaren Entwicklung. Heute stehen wir wieder an einem Punkt, der eine Neuorientierung der Beziehung zu unserer Umwelt - Steine, Tiere, Pflanzen, Menschen - erfordert. Der Mensch ist jetzt reifer und bereit zu verstehen und zu handeln.
Das Wissen dazu war und ist vorhanden. Es setzt sich zusammen aus den alten Weisheitslehren der Naturvölker, verbunden mit den Erkenntnissen der modernsten Wissenschaft. Doch reicht dies allein nicht aus. Geht der äußere Weg nach oben zu den Sternen, so führt der innere Weg zur Erde, zurück zur Verwurzelung mit der Quelle, den Urgrund. Verantwortungsbewußtes Handeln auf allen Ebenen ist gefragt um eine Erdkultur zu schaffen in der human, völkerübergreifend und planetar verschiedene Kräfte in eine höheren Bewußtseinsform, der Liebe, zusammenwirken können.
Schamane
Schamane bedeutet Heiler und geistiger Führer. Nur er/sie hat Zugang zu dem alten Wissen. Er/sie trägt die Verantwortung für die körperliche und seelische Verfassung der Stammesmitglieder und auch deren Gemeinschaft. Er/sie hat die Fähigkeit über heilige Rituale (auch körperliche Toderfahrung) in Kontakt mit der Geisterwelt und mit der anderen, unsichtbaren Wirklichkeit zu kommen. Aufgaben und Praktiken ähneln bei asiatischen, afrikanischen und indianischen Medizinmenschen.
Ein Schamane als Bewahrer des über 45 000 Jahre alten Wissens, wird man durch Geburt ( z.B. Jesus) und/oder Bestimmung; die Ausbildung dauerte Jahrzehnte.
Seit Urbeginn gab es Medizinen bestimmter Menschen, deren Inhalt es war, altes Wissen zu bewahren und weiterzugeben.
Heute gibt es viele Männer und Frauen auch in unserem Kulturkreis, die Schamanen sind und meist im Verborgenen wirken. Manchmal ist auch ein Guru ein Schamane. Sie wurden entweder schon als Kind oder mitten im Leben stehend initiiert z.B. durch schwere Krankheit und hielten und halten Ihre Gaben oder Fähigkeiten oft geheim. Unsere Geschichte ist noch nicht geheilt, jetzt wirkende Medizinfrauen und Medizinmänner werden nicht geehrt und geachtet vom Volk, sondern Ratsuchende nehmen ihre Dienste meist heimlich in Anpruch.
Inzwischen hat die WHO anerkannt, daß schamanische Heilrituale von gleicher Wirksamkeit wie die der Schulmedizin sind. In USA arbeiten bereits Ärzte immer häufiger mit Schamanen zusammen.