Krebs              Der Mond              4.Haus                              Zurück zum
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Das Wasserzeichen Krebs wird vom Mond regiert, und dieser Einfluß wirkt sich in individueller Stärke nicht immer nur vorteilhaft aus. Den Mondphasen entsprechend ist auch im Wesen der Krebs-Geborenen das Phasenhafte oft deutlich wahrnehmbar. Die Krebs-Menschen sind starkem Stimmungswechsel unterworfen, und wer Geborene dieses Zeichens näher kennt, wird beobachten können, daß bei ihnen die seelischen "Hochs" und "Tiefs" mit einer gewissen Regelmäßigkeit eintreten, wenn es, in einer Art Überlagerung des Grundrhythmus, auch außertourliche plötzliche Umschwünge geben kann. Am deutlichsten ist die Mondbezogenheit wohl bei den Geborenen der ersten Dekade ausgeprägt (den Juni-Krebsen also). Es folgen die Geborenen der dritten Dekade (13. Juli bis 22. Juli), während bei den Krebsen der mittleren Dekade (Geburtstage zwischen 2. und 12. Juli) der Mars als Unterregent den Mondcharakter bisweilen umlenkt. Diese Menschen sind dann, verglichen mit den übrigen Krebsen, entweder energischer und durchschlagskräftiger oder auch nur eigensinniger.

Die überwiegende Mehrzahl der Krebs-Geborenen ist gemütvoll, weich, verträumt und phantasiebegabt. Dieser Weichheit im Wesen entspricht interessanterweise auch sehr oft das Weiche in der äußeren Erscheinung.das gerundete Gesicht mit manchmal etwas verschwommenen Zügen, ein eher zarter Knochenbau, der bei Männern noch mehr auffällt als bei Frauen, verbunden mit der Neigung, im Lauf der Zeit Fettpölsterchen anzusetzen (was freilich auch mit dem Hang zum bequemen Leben zusammenhängt!), relativ kleine Hände und Füße.

Scharfes, Grobes fehlt fast völlig. Es fehlt auch im Wesen der Krebs-Menschen, denen Roheit und kalt berechnende Nüchternheit verhaßt sind. Bewußt und mit Absicht ist ein Krebs-Mensch nie rücksichtslos. Unbewußt hingegen sehr wohl dann nämlich, wenn er sich seinen Stimmungsschwankungen einfach überläßt, gar nicht erst versucht, gegen Depressionen und Gemütstrübungen anzukämpfen, und somit seiner Umgebung manchen Tag vergällt.

Die intensive und ausdauernde Beschäftigung mit dem eigenen lieben Ich, das Grübeln und Jammern über Geringfügigkeiten gehören zum Krebs-Menschen, der in dieser Hinsicht großen Egoismus beweist, sich in den immer wiederkehrenden Phasen seelischer Verdüsterung und ohne jeden konkreten Anlaß für den Ärmsten der Armen hält und von seiner Umgebung dann Mitgefühl und Rücksichtnahme fordert.

Es ist mit Krebs-Geborenen nicht immer einfach zu leben, so positive Eigenschaften sie auch haben mögen, so warm und herzlich, aufmerksam und zärtlich, rührend besorgt und hilfsbereit sie im Grunde genommen sind.

Gerade aus ihrer impulsiven und manchmal übergroßen Hilfsbereitschaft erwächst den Krebs-Geborenen im Laufe ihres Lebens öfter ein Nachteil, und auch die Quelle so mancher Enttäuschung ist hier zu suchen. Es ist zum Beispiel typisch für den Krebs, daß er einem Freund, der ihn um Geld bittet, diesen Wunsch auch dann nicht abschlagen wird, wenn er selbst gerade knapp bei Kasse ist. Er gehört eben zu jenen Menschen, die buchstäblich das letzte Stück Brot und das letzte Hemd mit einem anderen teilen, wenn es der andere nur recht versteht, an ihr Gemüt zu appellieren und die eigene Not recht anschaulich zu schildern.

Die Hilfsbereitschaft wird gelegentlich weidlich ausgenützt. Nicht selten sieht ein Krebs die Summe, die er einem vermeintlichen Freund für kurze Zeit borgte, niemals wieder.

Daß es im Krebs-Zeichen mit der Menschenkenntnis oft arg hapert, hängt einmal mit Phantasiereichtum zusammen und zum anderen mit einer gewissen Schwäche, die nach Bewunderung verlangt. Wer es versteht, dem Krebs zu schmeicheln, ihm die Dinge zu sagen, die er gerne, hört, kann von ihm nahezu alles haben.

Die Phantasie wiederum spielt dem Krebs-Menschen insofern manchen Streich, als er in andere Menschen, die ihm bei der ersten Begegnung irgendwie sympathisch sind, schnell alle jene Eigenschaften "hineinphantasiert", die er von guten Freunden wünscht, und ganz vergißt, auch nachzuprüfen, wie es sich in Wahrheit damit verhält.

Auf diese Weise kommt es immer wieder zu herben Enttäuschungen bei Partnerschaften auf verschiedenen Gebieten in der Freundschaft, im Berufs- und Geschäftsleben und auch in der Liebe.

Schmerzlich enttäuscht wird der Krebs dann wieder einmal feststellen, daß ihm im Leben aber auch wirklich alles fehlschlägt, wird seinen Kummer hätscheln, aber keine Lehre aus dein Erlebten ziehen, sondern bei nächster Gelegenheit wieder dieselben Fehler machen.

Nicht wenige Krebs-Geborene könnten im Leben mehr erreichen, als ihnen tatsächlich gelingt. Rückschläge und was sie ihr persönliches Pech nennen, wären oft zu vermeiden. Das bedeutet nun freilich nicht, daß die Geborenen dieses Zeichens durchweg glück- und erfolglos bleiben, aber sie gelangen oft relativ spät etwa im vierten Lebensjahrzehnt oder zu Beginn des fünften zu einer einigermaßen gesicherten Position und zu einem leidlich ausgeglichenen Privatleben. Der Weg dorthin könnte zweifellos kürzer sein, aber wer vermag schon über seinen Schatten zu springen? Ein Krebs am allerwenigsten.

Mit dem Rechenstift stehen sie obendrein häufig auf Kriegsfuß. Auch wenn sie schließlich "aus dem Ärgsten heraus" sind und die Einnahmequellen ergiebiger werden, zerrinnt ihnen das Geld unter den Händen. Ein Krebs braucht Geld nicht unbedingt, um glücklich zu sein, doch wenn er es zur Verfügung hat, dann gibt er es aus, ohne lange zu überlegen für teure Hobbys, für gutes Essen und Trinken, für Geschenke. Er geht nicht nach einem Plan vor, läßt sich von der Eingebung des Augenblicks leiten. Der Augenblick, die "Tagesform", spielen im Krebszeichen eine größere Rolle als bei Menschen, die zielstrebig und unerschütterlich einen festen Kurs steuern.

Die Schwierigkeiten, in die Krebs-Geborene immer wieder geraten, werden dadurch verschärft, daß die meisten von ihnen starken Stimmungsschwankungen unterworfen sind und Launen zeigen, deren Wechsel recht kraß ausfallen kann.

Der Mondeinfluß, der im Zeichen Krebs so stark ist, darf bis zu einem gewissen Grad dafür verantwortlich gemacht werden, trotzdem ist ihm nicht alles anzulasten, und die Krebs-Menschen dürfen keineswegs von der Pflicht zur Selbstzucht völlig entbunden werden. Mit einigem guten Willen ist es nämlich durchaus möglich, dieses seelische Auf und Ab, das ständige Pendel zwischen Hochstimmung und Depression, zumindest in erträglichen Grenzen zu halten wobei "erträglich" sowohl für den Krebs als auch für seine Umgebung gilt, die oft genug darunter mehr zu leiden hat, als der Krebs einzusehen vermag.

Krebs-Menschen beschäftigen sich gerne und intensiv mit dem lieben eigenen Ich und mit den Problemen, die es hat den echten ebenso wie den bloß in der Einbildung existierenden. Sie nehmen sich selbst oft übertrieben wichtig.

Das schließt aber wiederum nicht aus, daß Krebs-Geborene sehr wohl eigene Bedürfnisse zurückstellen können, wenn eine Familiensituation Opferbereitschaft von ihnen verlangt. Sie sind meist sofort bereit, sich für Verwandte und Freunde einzusetzen, wenn diese in eine Krise geraten, und nicht selten wird ihre Hilfsbereitschaft ausgenützt.

Krebs-Frauen sorgen rührend für Mann und Kinder. Sie tun in dieser Beziehung eher zuviel als zuwenig, reiben sich bisweilen auf, weil auch relativ geringfügige Dinge, wie etwa ein vorübergehender beruflicher Ärger des Gatten oder eine leichte Erkrankung der Kinder, sie schwer belasten.

Auch Krebs-Männer sind sehr um das Glück ihrer Familie besorgt. Sie sind auch meist ausgezeichnete Väter. Die Kinderliebe ist in diesem Zeichen besonders ausgeprägt.

Fast gleich stark wie das Bestreben, nahestehende liebe Menschen zu verwöhnen, ist aber der Wunsch, selbst verwöhnt zu werden. Undankbarkeit trifft Krebs-Geborene schwer.

Man trifft im Zeichen Krebs viele wertvolle, fleißige, gütige Menschen, die aber Glück und Sonne brauchen, um sich voll entfalten zu können. Sie entwickeln sich eher langsam, und oft findet ein Krebs erst im vierten Lebensjahrzehnt zu seinem ureigenen Selbst.

Dann aber kann er in sich selbst ruhen, zum ruhenden Pol einer Familie werden und gelassen den Beschützer und Ratgeber spielen. In dieser Rolle gefallen sich die Krebse nämlich besonders gut. Sie haben es gerne, wenn nach ihrer Meinung und nach ihrem Urteil gefragt wird, wenn sich möglichst viele Menschen nach dem richten, was sie sagen. Und meistens fahren die anderen dabei nicht schlecht, denn der Krebs kann sich sowohl in jede Lage als auch in andere Personen hineinversetzen.