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Das Fischezeichen als Yin-Entsprechung des Jupiter 

Herrscher: Jupiter und Neptun
Element: Wasser
Kreuz: veränderlich
Polarität: Yin

Obwohl das Fischezeichen präziser durch den Planeten Neptun symbolisiert wird, wollen wir hier seine Entsprechung zum Jupiter diskutieren. Dies scheint auch deshalb angebracht, weil mit der Yin-Entsprechung des Jupiters in einem gewissen Sinne auch sämtliche Stellungen des Jupiters in Yin-Zeichen und dabei insbesondere in den Wasserzeichen angesprochen sind.

Greifen wir auf die Definition von Yang- und Yin-Entsprechungen zurück, so würden wir hier die introvertierte Jupiter-Komponente vermuten. Das Bedürfnis nach Expansion und nach Fülle richtet sich also hier nicht auf die äussere, sondern auf die innere Welt. Die religiöse Dimension und der Glaube, aber auch die Empfänglichkeit für Stimmungen und für die Traumwelt erhalten dabei Auftrieb. Das Interesse richtet sich somit nicht mehr auf die Gesellschaft und auf äussere Reisen, wie dies beim Schützezeichen der Fall war, sondern auf den Kosmos und die Reisen, die ins Innerste der Seele führen. Beiden Zeichen, sowohl Schütze als auch Fische, ist jedoch gemeinsam, dass sie uns vom Alltag wegführen wollen. Der Alltag ist dabei bezeichnenderweise durch die Gegenzeichen Zwillinge und Jungfrau symbolisiert. Wir streben in diesen Zeichen nach einer Verbindung mit etwas Grösserem und Umfassenderem und werden damit zum »Sucher«. Durch die Betonung der inneren Werte rückt natürlich beim Fischezeichen das Thema des Mitgefühls und der Anteilnahme stark in den Vordergrund. So ist das Bedürfnis zu helfen in diesem Zeichen sehr gross. Beide Zeichen verkörpern Religion, im Schützezeichen allerdings die Religion, die im gesellschaftliche Gefüge ihren Platz finden kann und gar als Staatsreligion zu vermehrter Struktur und vielleicht auch Eroberungsdrang (Kreuzzüge) führen kann, während die Religion des Fischezeichens letztlich durch die Mystik verkörpert wird. Definieren wir das Jupiterprinzip als jenes des Entwurfs eines Projektes; wir könnten auch sagen, als den Samen, der erst durch Pflege zur konkreten Ausgestaltung in Form der Pflanze gelangt, so können wir ebenfalls den wichtigen Unterschied zwischen den Jupiter-Entsprechungen des Schütze- und des Fischezeichens erkennen. Im ersten Falle legen wir den Samen zu einer auf kulturellen und religiösen Richtlinien aufgebauten Gesellschaft, welche dann im Steinbock-Zeichen ihre Ausgestaltung findet. Im zweiten Falle handelt es sich jedoch darum, die Saat zu einer Erneuerung des Ichs- und der eigenen individuellen Existenz zu legen, welche in Form des Widderzeichens ihren neuen Ausdruck findet. Dazu kann nicht auf die Gesellschaft zurückgegriffen werden. Der Mensch muss in sein Innerstes eintauchen, in die Tiefen seines Unbewussten, damit er mit den regenerierenden Kräften in Berührung kommt, die ihm erst ermöglichen werden, sich gänzlich zu erneuern. Die Dimension, welche jedoch für beide Prozesse, den gesellschaftlichen wie auch den persönlichen erforderlich ist, nennen wir den Glauben oder, mit anderen Worten, den Mut, sich auf etwas zu beziehen, was noch nicht ist, sondern erst werden kann. In beiden Zeichen symbolisiert der Jupiter diese Dimension.