Die Astrologie, von ASTRO (Stern als Urprinzip) sowie LOGOS (Geist oder höchste Logik) ist das Studium des Wissens um die Beziehungen zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos sowie der konkreten Entsprechungen dieser Gesetzmäßigkeiten hier auf der Erde.

Die Astrologie versucht den Menschen in seinen vielfältigen Formen und Manifestationen zu beschreiben. Allerdings gibt es kein einfaches Schema, wie zum Beispiel das - so oft fälschlicher Weise in der "Trivialastrologie" als einziges Kriterium herangezogene - bekannte System der 12 Sternzeichen. Dieses ist nur eine - wenn auch wichtige - Facette - einer ganze Anzahl verschiedener Typologien, die ineinandergreifen.

Eine tiefgehende, verantwortungsvolle Beschäftigung mit der Astrologie erfordert daher sehr viel praktische (Lebens)Erfahrung und eine gute Beobachtungsgabe. Darüber hinaus muß sich der Studierende darüber im Klaren sein, daß der Umgang mit den Energien, die durch das Studium jeder esoterischen Lehre, Disziplin oder Philosophie "angezapft" werden, gerade in der Astrologie ein besonderes Maß an Sorgfalt und Verantwortungsbewußtsein erfordern. Denn oft sind sehr schnell "Erfolge" in Form von zutreffenden Deutungen und Horoskopen zu erzielen, genauso oft verzweifeln die Studierenden angesichts der Flut der neuen, oft scheinbar widersprüchlichen Denkanstöße und Betrachtungsweisen. Mit beiden Phänomenen muß der Studierende lernen umzugehen, diese zu relativieren und gleich positive Erkenntnisse daraus ziehen. Kein leichtes Unterfangen, denn das ernsthafte Betreiben der Astrologie bewirkt eine Veränderung des Denkens und der Betrachtungsweise von Ereignissen, Prozessen und Zusammenhängen. Die meisten von uns sind mit der, in der westlichen Welt fundamentierten, kausalen und mechanischen Betrachtungsweise der Welt aufgewachsen, gemäß der die Planeten eine direkte Wirkung in Form von Strahlungen oder ähnlichem haben müßten, um der Astrologie ihre Berechtigung zu verleihen.

Solches oder ähnliches hat die Astrologie aber nie vertreten. Seit ewigen Zeiten beobachten Menschen die Konstellationen der Sterne am Himmel und schließen daraus auf bestimmte Verhältnisse auf der Erde. "Wie oben, so unten" ist das in vielen Lehren wiederzufindende Prinzip, das auch den Charakter der Astrologie am zutreffendsten beschreibt. Die Stellung der Sterne beschreiben also eine Qualität der Zeit, die sich auf bestimmte Art und Weise auf der Erde materiell ausdrückt. Sie fungieren also quasi als "Ziffernblatt" einer gigantischen kosmischen Uhr, von denen Astrologie-Kundige Informationen bezüglich bestehender oder zukünftiger Verhältnisse auf der Erde ablesen kann.